Guppy Seite - Zucht, Genetik, Grundfarben, Deckfarben, Haltung, Neon

Schwarmzucht

Kurzfassung:
In einem Becken werden eine ungefähr gleiche Anzahl von Tieren gehalten, wobei Männchen und Weibchen gemeinsam darin leben, sich paaren und Jungtiere Werfen. Wir selektieren unter ständiger Kontrolle die Tiere aus dem Becken, die unserem Zuchtziel nicht entsprechen. So bleibt die Gesamtzahl der Fische im Becken immer ungefähr gleich, die Auswahlkriterien werden aber immer anspruchsvoller, da ehemals beste Fische einer Generation durch noch bessere der Nachfolgegeneration ersetzt werden können.

Vorteile:
- Die Genetische Variabilität bleibt länger stabil als bei Linienzucht
- es werden wenig Becken benötigt
- geringer Buchführungsaufwand

Nachteile:
- Das Zuchtziel wird langsamer erreicht als bei Linienzucht
- Nicht Erbfeste Stämme können schnell außer Kontrolle geraten

Ausführlich:
Ein Züchter besorgt sich ein paar (gute, reinrassige) Guppys, welche kurz danach Werfen. Der Wurf wird in einem entsprechend großen Becken untergebracht, dem Schwarmbecken.
Hier werden die Jungtiere immer älter, und sollten ständiger Selektion unterworfen sein.
Wir entnehmen immer die kranken und schwachen, also die Fische die wenig Vitalität zeigen. Wenn sie ausreifen, selektieren wir weiterhin nach Fischen die unserem Wunsch entsprechen, die im Becken bleiben. Alles andere muss raus!
Die Fische im Schwarmbecken vermehren sich ganz von alleine (wer hätte das Gedacht ;)). Der Züchter muss aber immer Selektieren! Meiner Meinung ist die Selektion in einem Schwarmbecken wie dieses ziemlich Zeitintensiv, wenn man es richtig machen will.
Und richtig machen es die wenigsten. So kommt es schnell dazu das man seinen Stamm regelrecht „verhunzt", wenn man ihn nicht kennt und sich nicht mit ihm täglich beschäftigt.

Des Weiteren gibt es noch verschiedene (meist leicht abgewandelte) Versionen der Schwarmzucht. Viele davon erleichtern die Schwarmzucht. Eine, wie ich finde, gute Variante („Wolfsche" Zuchtmethode) beschreibe ich auf meiner Homepage.